7. September 2017

Tageslosung:

„Gott ist weise und mächtig; wer stellte sich ihm entgegen und blieb unversehrt?“

(Hiob 9,4)

Wenn Gott die Winde wehen lässt und den Wolken ihren Lauf gibt, dann sollten wir heute doch etwas demütig aufs Rad steigen.
Wir werden uns auf dem geplanten Weg Richtung Zingst sicher mehr als einmal unterstellen müssen. Hauptsache nicht so ein Sturm wie gestern Abend, als der Gedanke an den Weltuntergang an einem nagte. Es war wie das Bild, mehr als schlecht.


10.45:

In der Bäckerei in Graal-Müritz saßen die ersten Radfahrer und warteten auf besseres Wetter. Wir brauchten nur ein Brötchen, auch wenn es alles andere als gemütlich ist. Siehe auch die Straße nach heute Nacht.
Gleich geht’s auf den Deich nach Norden, der böige Wind kommt von Nordwest. Regen zur Zeit so gut wie nichts.


12.30:

Ahrenshop mit seinen Menschenmassen haben wir gerade durchquert. Jetzt Pause mit Blick auf den Bodden, siehe letztes Bild. Die Orte auf auf unserem Weg wie Dierhagen oder Wustrow sehr schön anzusehen, schicke Ferienhäuser und viele Touristen, aber bei diesem Wetter eben nur die halbe Freude. Dafür die Steilküste heute um so wilder.
Wir haben knapp die Hälfte der Strecke geschafft, das Wetter wird heller.







14.15:

Km 59 und wir sind in Prerow. Die schöne Seefahrerkirche lassen wir uns nicht entgehen. Da das Wetter aber nach wie vor unbeständig ist, geht es sofort weiter.



16.30:

Seit einer guten halben Stunde sind wir im Hotel in Barth. Nach über 80 km, Nässe und zeitweilig heftigem Gegenwind haben wir uns das Zimmer samt Aussicht verdient. Siehe auch die Bilder.
Die anderen Aufnahmen sind von Zingst: die Fußgängerzone mit doch vielen Leuten, der Hafen, ein hier typischer Aufbau für die Beobachtung der Vögel, die alte Eisenbahnbrücke und ein Blick auf Schilf und Bodden.








19.15:

Noch ein paar Bilder aus Barth. Die Kirche, die aber innen nicht ganz so einladend scheint, unser Hotel hier am Markt, der Hafen, u. a. auch mit Landkarte und einer Säule, die hiesige Sagen zeigt. Und dabei dem Teufel eine Sonderrolle zuschiebt. Der Kerl scheint hier kein Unbekannter zu sein, aber die Lösung der Probleme von Barth gibt er auch nicht preis, so er sie denn hat.
Denn an den Küstenorten tobt das Leben und stapeln sich Touristen und Ferienwohnungen. Und hier, maximal 15 Autominuten weiter, ist tote Hose. Eine Restauration am Marktplatz, unser Hotel, und ansonsten die Bürgersteige hochgeklappt und alles menschenleer. Und dabei ist es hier wirklich schön. Vielleicht sollte man sich doch weniger auf den Teufel verlassen. Und die Touristen sich mehr auf sich selbst und ihre eigene Suche.