Tageslosung:
„Ich will die Übertreter deine Wege lehren, dass sich die Sünder zu dir bekehren.“
Psalm 51,15
Mit der Hoffnung, dass wir auf dem richtigen Weg bleiben, so oder so, starten wir etwas früher. Die Strecke ist lang, das Wetter wird wieder Hochsommerlich, und am Ende müssen wir ein paar km nach Polen hinein.
Cedynja heiß unser heutiges Ziel. Jetzt erstmal Frühstück.
9.30 h. Das erste Teilstück zwischen Frankfurt/Oder und Lebus war ein Fehlgriff. Holperige Wiesenwege. Wir wollten es so. Vorher. Man lernt.
Aber in dieser Ecke Deutschlands auch immer wieder über deutsche Geschichte. Siehe das Foto von Gerd, aufgenommen an einer Anhöhe über der Oder. Welcher Wahnsinn. Arme Kerle.
Und wenn man dann noch an fast jeder Ecke Plakate der AFD sieht.

10.15 h. Küstrin-Kiez, warum immer das so heißt. 35 km sind geschafft, teilweise Wiesenwege, teilweise stärkerer Seitenwind. Kurze Pause, dann weiter an der Oder direkt hinter dem Deich.

11.45 h. Rast in Kienitz, mehr als die Hälfte ist geschafft. Und guter Wind. Hoffentlich bleibt das. Störche hinter der Mähmaschine.

15.30 h. Wir sind in Cedynja, etwa 6 Km in Polen. Zimmer im Hotel Piast ist bezogen, das Mädel am Empfang hat sich sehr schwer getan, jeder erst ein falsches Zimmer, aber das ist ja auch das Charmante an Polen,
erst klappt nichts und dann ist es prima. 96 km sind wir heute gefahren, bei über 30 Grad, und das in 5 Stunden und 4 Minuten. Gut, ab km 30 hatten wir Rückenwind, aber in unserem Alter. Wir erwarten dann zu Hause die Huldigungen.
Die Gegend ist alles andere als spektakulär, darum als Bilder tatsächlich nur die Oderbrücke bei Hohenwutzen und ein Kriegsdenkmal direkt hinter der Grenze.
Ansonsten gab es noch einen riesigen Polenmarkt hinter der Grenze, groß fast wie eine Kleinstadt. Wir haben auf Besuch und Fotos verzichtet. Dazu ein Bild vom Hotelzimmer. Wir ruhen uns jetzt erstmal aus.



Noch eine Karte vom Radweg. Heute sind wir etwa auf Höhe von Chorin, nur auf der anderen Seite der Oder. Etwa 360 km bis hier. Also etwas mehr als die Hälfte.

Ist doch gut, wenn zuhause mitgelesen wird. Und informiert: Das Denkmal mit dem Adler auf deinem Bild erinnert an die Schlacht von Zehden am 24. Juni 972 zwischen Herzog Mieszko von Polen und dem Markgraf Hodo von der Mark Lausitz.
Errichtet wurde es 1972, also 1000 Jahre nach der Schlacht.
21.00 h. Etwas später heute als gewohnt die kulinarischen Nachrichten: Amerikanisches Schnitzel mit Zwiebeln und Pommes und Gebratene Entenbrust mit Apfel-Preiselbeer Sauce. Wieder so was von lecker.
Und natürlich noch das Bild von unserem Hotel, gegenüber das Rathaus mit Ehrenmal.




10.30 h. An der Mündung der Neiße in die Oder, anschließend nach Kloster Neuzelle. Beeindruckend.
12.45 h. Rast bei Hitze aber im Schatten an einem Radlerhof in Aurith. Bilder von der Fahrt dann aus dem Hotel.15.30 h. In Slubice gegenüber von Frankfurt/Oder angekommen. Das Hotel macht einen guten Eindruck.
Mehr gibt es nach der Erfrischungsphase.Und jetzt der Reihe nach, dem WLAN im Hotel sei Dank.Zunächst noch mal Guben, das Plastinarium (Körperwelten) von Gunther von Hagen. Von außen hat uns gereicht.
Kloster Neuzelle kurz vor Eisenhüttenstadt. Damit hätten wir in Österreich oder Bayern gerechnet, aber nicht hier. Jetzt bin ich fast 70 und weiß so wenig von Deutschland.


Der Spree-Oder Kanal bei Eisenhüttenstadt.
Auf der Fahrt war es ziemlich heiß. Und ich wundere mich jedes Mal, wieviel der liebe Gott trotzdem noch blühen lässt.

Und noch Frankfurt/Oder mit Oderturm und Kirchen und der Blick zur anderen Seite nach Slubice.


So toll die Sonne ist, manchmal trübt sie die Bilder etwas ein. Schade. Aber alles andere als trübe ist die Freundlichkeit der Leute in den Hotels. Auch wenn es ihr Geschäft ist, ich finde das nicht selbstverständlich. Und natürlich haben sie uns auch hier nicht verdursten lassen.
19.30 h. Ein Nachtrag noch zur Fahrt, zum einen eine Ruine hinter Eisenhüttenstadt und zur anderen Seite die Oder, ganz typisch hier mit den kleinen „Buhnen“, die in regelmäßigen Abständen hineinragen.
Und noch unser Abendessen: Zander und Hähnchen im Blätterteig a la Bresse. Mit Sauce aus Blauschimmelkäse und Sahne mit Preiselbeeren. Beides ausgesprochen lecker.























































